WASHINGTON - Während der Rauch der “Operation Epic Fury” über dem Persischen Golf verweilt, zeichnet sich in der amerikanischen Landschaft eine tiefgreifende und beunruhigende Divergenz ab. Während in den Korridoren der Macht in der Hauptstadt die triumphale Sprache der strategischen Notwendigkeit widerhallt, ist die wirtschaftliche Realität für den Durchschnittsbürger zu einem düsteren Theater der Zermürbung geworden.
Für die Architekten der Politik und die Titanen des verteidigungsindustriellen Komplexes hat der Konflikt mit dem Iran als mächtiger, wenn auch umstrittener Wohlstandshebel fungiert. Bei Firmen wie Lockheed Martin und Northrop Grumman schwellen die Auftragsbücher mit der grimmigen Arithmetik des Auffüllens an. Dieser “geopolitische Geldsegen” hat sich auch auf die privaten Konten der politischen Elite ausgeweitet. Durch eine Kombination aus vorausschauenden Umschichtungen in den Energiesektor und dem volatilen Anstieg von Krypto-Vermögenswerten, die an politische Marken gebunden sind, haben einige der höchsten Ränge ihr persönliches Vermögen seit dem Start der ersten Einsätze verdoppelt.
Aber auf den Hauptstraßen des Rust Belt und in den sich ausbreitenden Vororten des Sun Belt wird der Krieg nicht als Glücksfall, sondern als unerbittliche Erosion erlebt. Der Konflikt hat wie eine regressive Steuer gewirkt, mit Ölpreisen nahe $120 pro Barrel, die durch die Wirtschaft sickern und die Kosten für jede Gallone Milch und jede Fahrt in die Höhe treiben. Für die “Lohnklasse” ist der wichtigste Exportartikel des Krieges ein ausgehöhlter Gehaltsscheck, da das Bundesdefizit anschwillt, um Präzisionsmunition auf Kosten der inländischen Infrastruktur und der sozialen Sicherheitsnetze zu finanzieren.
Diese Asymmetrie belastet nicht nur die Haushalte, sondern zersetzt auch den amerikanischen Gesellschaftsvertrag. Während Milliarden von Steuergeldern in den Silos der Rüstungsunternehmen verschwinden, schafft der sichtbare Wohlstand derjenigen, die den Konflikt beaufsichtigen, eine zersetzende Optik des “Katastrophenkapitalismus”.”
In der Endabrechnung des Persienkonflikts wird das nachhaltigste Opfer vielleicht nicht auf einem entfernten Schlachtfeld zu finden sein. Stattdessen könnte es das schwindende Vertrauen einer Öffentlichkeit sein, die die Bereicherung ihrer Führer zunehmend als direkte Kosten betrachtet, die von den Geführten zu tragen sind.

Schreiben Sie einen Kommentar