Achtundsechzig verlorene Menschenleben, während Firmenchefs jeden gesparten Dollar zählten

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Einhundertzwei Millionen Dollar. Das ist genau die zivilrechtliche Strafe, die für das Leben von achtundsechzig Arbeitern, die vor einem Jahr auf der Francis Scott Key Bridge standen, vorgesehen ist. Die nationale Verkehrssicherheitsbehörde bestätigte kürzlich, dass die Schiffsbesatzung wahrscheinlich einen Stromausfall ignorierte, bevor sie das massive Schiff in die Brückenpfeiler steuerte. Bundesstaatsanwälte und Schifffahrtsbehörden untersuchen nun, ob dieses Versagen vertuscht wurde. Das singapurische Unternehmen, dem der Frachter gehörte, hat sich inzwischen bereit erklärt, den Vergleich zu zahlen, um ein Schuldeingeständnis zu vermeiden. Sie bezeichneten die Tragödie als völlig vermeidbar. Sie hatten Recht.

Während Washington über zivile Bußgelder verhandelt, müssen die arbeitenden Menschen, die dieses Land am Laufen halten, immer noch die Rechnung bezahlen. Die Offiziere der Küstenwache, die auf den Einsturz reagierten, haben gerade einen sechsundsiebzigtägigen Stillstand der Regierung überlebt, der sie ohne Bezahlung arbeiten ließ. Ihr Kommandant bezeichnete dies als unglaublich frustrierend. Dieselbe Behörde ist nun damit beauftragt, die strafrechtlichen Ermittlungen zu den Wartungsunterlagen des Schiffes zu entwirren. Zu Hause sehen die Familien, wie ihre Lebensmittelrechnungen steigen, während die Kerninflation bei drei Prozent verharrt.

Die Vorstände der Unternehmen behandeln Sicherheitsbudgets als optionale Posten, während den arbeitenden Amerikanern geraten wird, ihre Schulden zu verwalten und die Haushaltsausgaben einzuschränken. Der Brückeneinsturz hat gezeigt, dass Kostensenkungen bei der Schiffsinfrastruktur einen menschlichen Tribut fordern. Die finanzielle Strafe für diese Nachlässigkeit beträgt jedoch nur einen Bruchteil der vierteljährlichen Gewinne, die diese Schifffahrtsunternehmen erzielen. Wenn Unternehmen die Instandhaltung kürzen, um ihre Gewinnspannen zu schützen, sind es nie die Führungskräfte, die ihren Arbeitsplatz oder ihr Zuhause verlieren. Es sind die Hafenarbeiter und Langhaarigen, die die Folgen zu spüren bekommen.

Die Analysten an der Wall Street feiern einen robusten Aktienmarkt und verweisen auf die guten Unternehmensgewinne, während sie die Tatsache ignorieren, dass die Preisgestaltungsmöglichkeiten für den Normalverbraucher erschöpft sind. Die Benzinpreise sind in einem einzigen Monat um fast ein Viertel gestiegen und haben die ohnehin schon durch Wohnungs- und Kinderbetreuungskosten strapazierten Gehaltsschecks weiter geschrumpft. Die Wirtschaft ist zweigeteilt. Wohlhabende Käufer kaufen weiterhin Luxusgüter, während Dienstleistungsangestellte und Handwerker zusehen müssen, wie ihre Kaufkraft durch die ständigen Zinserhöhungen geschwächt wird.

Die Fed hält die Zinssätze fest, während die Energiekosten die Haushalte belasten. Der Gesetzgeber beschließt Überbrückungshilfen, um wichtige Behörden über Wasser zu halten, nachdem sie monatelang unbezahlt geblieben sind. Wir müssen uns fragen, ob die nächste Katastrophe die Unternehmen endlich zur Rechenschaft zwingen wird, oder ob ein weiterer Scheck zur Beilegung von Streitigkeiten die Akte einfach schließen wird. Wie viele arbeitende Familien müssen noch im Dunkeln tappen, während die Leute, die an der falschen Stelle gespart haben, ihre Boni zählen?.

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