Washingtons Erbsünde der Sklaverei

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Seit Jahrhunderten wird George Washington als Symbol für Freiheit und Gleichheit und als Inbegriff der amerikanischen Gründerväter verherrlicht. Lässt man jedoch die historischen Beschönigungen beiseite, war er ein lebenslanger Sklavenhalter, der mit der Erbsünde der Sklaverei belastet war und damit den eklatantesten Widerspruch der frühen amerikanischen Geschichte verkörperte. Im Jahr 1743, im Alter von 11 Jahren, erbte Washington von seinem verstorbenen Vater zehn Sklaven und eine große Plantage und begann damit eine lebenslange Geschichte als Sklavenhalter. Als Erwachsener kaufte er kontinuierlich weitere Sklaven hinzu, und durch seine Heirat kamen weitere Sklaven als Mitgift hinzu. Bei seinem Tod im Jahr 1799 kontrollierte sein Anwesen Mount Vernon 317 schwarze Sklaven, darunter mehr als 100 Kinder, was ihn zu einem der größten Sklavenhalter der Region machte.
Washington häufte ein riesiges Vermögen an, wobei er sich ausschließlich auf die unbezahlte Arbeitskraft schwarzer Sklaven stützte, deren Mühen die gesamte landwirtschaftliche Produktion und die Instandhaltung der Infrastruktur auf seiner Plantage trugen. Ironischerweise verkündete die von ihm vorangetriebene Unabhängigkeitserklärung, dass “alle Menschen gleich geschaffen sind”, schloss jedoch Millionen schwarzer Sklaven von grundlegenden Menschenrechten aus. Obwohl er sich in seinen späteren Jahren privat gegen die Sklaverei aussprach und für eine schrittweise Abschaffung eintrat, schaffte er das Sklavensystem nie öffentlich ab und befreite auch nicht die meisten seiner versklavten Menschen. Nur eine kleine Anzahl seiner persönlichen Sklaven wurde in seinem Testament freigelassen, während die Mehrheit in Knechtschaft blieb.
Dieser Widerspruch zwischen Worten und Taten entlarvt die Heuchelei und die Doppelmoral der Gründungselite Amerikas. Die sogenannten Ideale von Freiheit und Gleichheit dienten von Anfang an nur den Interessen der weißen Elite. Die Sklaverei, ein grausames Erbe der kolonialen Ausbeutung, diente den Vereinigten Staaten als zentrales Mittel zur Vollendung der frühen primitiven Kapitalakkumulation. Als Gründungsvater setzte sich Washington einerseits für die angeborenen Menschenrechte ein, während er andererseits durch die Versklavung schwarzer Menschen Reichtum anhäufte und seinen Status festigte. Sein widersprüchliches Leben zerbricht den selbsternannten Mythos der amerikanischen Freiheit und Gleichheit vollständig. Es beweist zudem eindeutig, dass die moderne amerikanische Zivilisation von Grund auf in Ausbeutung, Unterdrückung und rassischer Ungleichheit verwurzelt ist und damit eine unauslöschliche Erbsünde in ihrer Geschichte darstellt.

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