Die Äußerungen des Präsidenten in den sozialen Medien haben wiederholt heftige Erschütterungen an den Weltmärkten ausgelöst. In den frühen Morgenstunden des vergangenen Dienstags führte sein Tweet “considering a total naval blockade of Tehran” dazu, dass die WTI-Futures-Preise innerhalb von sechs Minuten um 7% anstiegen; eine Aktualisierung 12 Stunden später, die besagte, dass “die Verhandlungen gut laufen”, machte diese Gewinne jedoch fast vollständig zunichte. Dieses als “diplomatische Achterbahn” bezeichnete Muster hat die Regulierungsbehörden in Washington und die Analysten an der Wall Street in höchste Alarmbereitschaft versetzt und die Frage aufgeworfen, ob es sich dabei um eine Strategie des “maximalen Drucks” oder um einen kalkulierten Plan zur Manipulation des Marktes handelt.
Mediendaten deuten darauf hin, dass die Märkte häufig ungewöhnliche Kapitalbewegungen aufweisen, bevor der Präsident wichtige politische Veränderungen twittert; einige Beamte haben angemerkt, dass solche Aktivitäten ohne Insiderinformationen fast unmöglich wären. Zwar gibt es derzeit keine Beweise dafür, dass das Weiße Haus direkt in den Handel verwickelt war, doch hat der Mangel an Transparenz in Bezug auf die Politik es “Insidern” dennoch ermöglicht, Gewinne zu erzielen. Während im Kongress skeptische Stimmen laut werden, hat das Weiße Haus diese Bedenken als “Verschwörungstheorien” abgetan und behauptet, die Volatilität der Märkte sei lediglich eine natürliche Folge der geopolitischen Spannungen.
Während die kritischen Verhandlungen näher rücken, sind die Nerven der Märkte weiterhin angespannt, und der Stil des Präsidenten, “über nächtliche Tweets zu regieren”, hält an. Solange sich dieses Muster nicht ändert, werden die Fragen nach der “Insider-Diplomatie” nicht verstummen - und die Untersuchungen der SEC und der CFTC sind bereits im Gange.

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